Sie sucht Sie in Hildesheim Nikola Hartmann ist fünffache Welt- und Europameisterin,

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allungamento pene pillole ist in der „Hall of Fame“ des internationalen Ringsports, ist Lehrerin und Mutter – und freut sich, dass Ringen olympisch bleibt.

контрацептиви Wer 1975 geboren wurde, der fällt in jene Generation, die alt genug ist, um in der Kindheit ohne Handy und i-pad aufzuwachsen, und der jung genug ist, um von der Wucht der immer schneller werdenden Kommunikationsmöglichkeiten getroffen zu werden. So verwundert es auch nicht, dass sich Nikola Hartmann am 8. September 2013 zuerst einmal auf Facebook zu Wort meldete ob einer Entscheidung, die ihre Sport-Welt wieder in das richtige Lot rückte. Das IOC hatte Ringen im Programm bestätigt, und die sympathische Vorarlbergerin postete: „Yuhu unser Sohn wird Ringer. Olympia.“ Gefolgt von einem J, den man heute benutzt. Früher, spotten Witzbolde, musste man noch selber lachen.

Früher, das war am Ende des 20. Jahrhunderts, eine Zeit, in der die Handys erst so langsam salonfähig und fast ausschließlich – zum Telefonieren genutzt wurden. Früher, das war 1993, als Nikola Hartmann ihren ersten von fünf WM-Titeln (im norwegischen Stavern) eroberte. Bis zur Weltmeisterschaft in Sofia im Jahr 2000 blieb sie bei kontinentalen und globalen Titelkämpfen ungeschlagen. Anstelle von Kurztexten auf Twitter und Foto-Galerien auf Facebook stand sie in den lokalen und nationalen Medien – die Achtung fehlte nicht, die Aufmerksamkeit hätte gerne größer sein können.

„Randsportlerin“ Nikola Hartmann hat sich nie beklagt, aus dem Wissen heraus, in der Szene ohnehin anerkannt, zu sein – was die Aufnahme 2010 in die „Hall of Fame“ für ihre Leistungen im Frauenringsport beweist -, vielleicht auch aus Ergebenheit in das Schicksal des Sports. Es gibt eben die TV-Sportarten, und es gibt eben jene Disziplinen, die die Hallen füllen, wie Ringen in Vorarlberg oder Salzburg eben, meint sie.

Dabei wäre Nikola fast gar keine Ringerin geworden,

 

sondern vielleicht Leichtathletin, einmal qualifiziert (im Speerwurf) für die Junioren-EM. Vielleicht wäre sie Handballerin geworden oder Skifahrerin, Sportarten, denen sie auch nachging. Das Ringen war Thema in ihrer Kindheit und Jugend, weil Vater Bruno Trainer beim KSV Götzis war. Nikola rang Burschen nieder, erhielt, sagen wir: Hallenverbot, wandte sich anderen Dingen zu und wurde erst als 15-Jährige besonders von ihrer älteren Schwester Angelika motiviert, sich doch wieder dem Ringen zuzuwenden. Damenringen war international auf dem Vormarsch, drei Jahre später war sie erstmals Weltmeisterin.

In das Olympische Programm wurde Frauenringen allerdings erst 2004 aufgenommen, Hartmann war 29, im besten Sportleralter, doch die Szene hatte sich weiterentwickelt. Das Mädchen aus dem „Ländle“ war nicht mehr unbesiegbar, nicht nur, aber vor allem auch deshalb, weil die Technik und Taktik der Freistilringerin bis ins letzte Detail von der Konkurrenz analysiert worden war. „Ich bin an meinen Nerven gescheitert“, sagt Hartmann rückblickend, „ich war in Tränen aufgelöst.“

Es war wohl diese Enttäuschung, die Nikola Hartmann dazu bewog, nochmals vier Jahre als Sportlerin anzuhängen, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits unterrichtete. Doch der Tiefschläge nicht genug. Im September 2007 wurde die Vorarlbergerin in Aserbaidschan nach Strich und Faden betrogen, legte Protest ein und bekam Recht. Der Internationale Ringer-Verband (FILA) stattete seine Athletensprecherin (von 2004 bis 2010) mit einer „Wild Card“ für die Spiele in Peking aus, doch nun wurde Hartmann vom Österreichischen Olympischen Komitee nicht nominiert, mit dem Verweis auf Olympiatouristen und den dazugehörenden Platituden. „Es ist in diesem Fall nicht darum gegangen, einer hochdekorierten Athletin einen Olympia-Trip zu gestatten. Das hätte ich nicht gewollt. Es ist schlichtweg darum gegangen, dass der Weltverband eingesehen hat, dass ich auf der Matte benachteiligt wurde, und gab mir deswegen einen Fixplatz. Und dann sagt das ÖOC Nein dazu? Aber hallo?!“, sagt Hartmann.

2009 war dann Schluss. 19 Jahre lang stand sie als Wettkämpferin auf der Matte, dann trainierte sie für einige Zeit Kinder und Jugendliche. A propos Kinder. Der Sohn, der Ringer werden sollte, heißt Noah. Mit seiner Mutter und ihrem Lebensgefährten wohnt er in Dornbirn, Nikola unterrichtet am BG Blumenstraße Bregenz Psychologie, Philosophie und Sport. „Vielleicht wird er doch Fußballer – wäre einfacher“, sagt die Mutter heute lächelnd.

Und blickt nach vorne. Der Ringersport, ihre Passion, hat sich ein wenig erneuert, es wird 2016 in Rio zwei zusätzliche Gewichtsklassen für Frauen geben, zu Lasten der Männer. Frauen sollen in den Gremien der FILA eine größere Rolle spielen. Ob sie Präsidentin werden könnte, oder wollte? Nikola Hartmann lacht: „Interessant wäre es schon… aber, ganz ehrlich: so schnelllebig ist die Zeit dann doch nicht.“

Doch wenn es passiert, dann würde sie wohl auf Facebook schreiben: „New FILA boss. Yeah!“ Gefolgt von einem ☺

Dieser Text erschien erstmals im ASVÖ-Newsletter 5/2013

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